Krause Otto Richard

Die in 1904 von O. R. Krause gegründete Gesellschaft Otto R. Krause GmbH – Eisengroßhandel - Spezialgeschäft für Gruben- und Hüttenbedarf hat sich in 1913 mit der Vereinigten Laura- und Königshütte zusammengeschlossen. In 1926 hat O. R. Krause alle Beteiligungen als einziger Gesellschafter an dieser Gesellschaft erworben.

Büro: Tarnowitzerstr. 30-30A sowie 2 Lager: Anschlussgleis (Industriestr.) und Warenlager (Parallelstr. 8). 

Fertigung: Rund- und Formstahl, Blech, Rohren, Schrauben und Mutter, Werkzeuge (z.B. Hubgeräte), Schienen Weichen, Pumpen, Ofen und Baustoffe).

In 1948 von polnischen Staatsbehörden nationalisiert.

Dagegen in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg hat die Anteile von der Witwe Krause Willy Schlieker, zur Kriegszeit ein Beamter in dem Ministerium Speer, abgekauft.  „Financial Times” hat den Willy Schlieker neben Axel Springer und Max Grundig als beispielhafter deutscher Unternehmer, der nach dem Krieg den Weg „Von Null zum Millionär“ gegangen ist. Den Anfang machte er im Handel mit Nachttöpfen (aus Metall, DN 22 bzw. 28) auf Haiti, wo sie als Kochtöpfe sehr populär waren. Nach dem Erwerb der Fa. Otto R. Krause GmbH hat Willy Schlieker einen Konzern (Willy H. Schlieker KG Hamburg-Düsseldorf ) mit 25 Tochterunternehmen, 15 Werften und 7000 Mitarbeitern (200 Mio. Dollar Umsatz in 1961) aufgebaut. In 1962 musste der Konzern plötzlich Insolvenz anmelden

Quellen:

Bytomski Słownik Biograficzny, Bytom 2004, s. 128 (O. R. Krause)
TILLY, Richard, Willy H. Schlieker. Aufstieg und Fall eines Unternehmers (1914-1980), Berlin 2008
http://de.wikipedia.org/wiki/Willy_Schlieker
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-44449481.html
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43064142.html

Deutschlands Städtebau, Beuthen O./S., Red. Albert Stutz, Wyd. Dari Verlag, Berlin-Halensee 1929, s. 113 (Werbung der Fa. R.O.Krause)