Wyczółkowskiego 30



Historische Adressen:

Johann-Georg-Str. 6

Baujahr:

1926

Architekt:

Adolf Baron

Bauherr:

Adolf Baron




Baubeschreibung:

2-geschossiges Einfamillienhaus mit Dachkammer. Strassenseitige Fassade asymmetrisch mit Parterreerker, gartenseitige Fassade symmetrisch mit ansehnlichem Portal, an deren Seite zwei Reliefe mit Bildnissen von zwei kleinen Mädchen mit Spielzeugen. Zeltdach mit Opaions. Das gesamte Haus mit expressionistischen Zügen.



Sonstiges (Eigentümer, Umbauten usw.):

1935 – Anrichten eines Wintergartens im Obergeschoss über dem Haueingang (Bauausf.: E. Bienia) sowie Umbau des Wirtschaftshauses zur Hausmeisterwohnung.

1937 – Anbau der Garagen an die Remise (Bauausf.: A. Liehr)

 

Eigentümer:

1925 – Adolf Baron, Eigentümer der Baufirma Eduard Arndt.

1935 – Lignose Sprengstoffwerke GmbH

 

Die charakteristischen Reliefe sind an der Stelle angebracht worden, wo einst kleine Fenster ausgeführt sind. Die Fa. Lignose Sprengstoffwerke GmbH war eine Tochtergesellschaft der Lignose Aktiengesellschaft, die im Rahmen von zahlreichen Eigentumsumwandlungen aus der von Ing. Oscar Guttman in 1871 gegründete "Schlesische Sprengstoff-Fabrik" mit Sitz in Berun/Kruppamühle hervorgegangen ist. Diese dagegen ist direkter Rechtsnachfolger der in 1869 von Guttman und Alfred Nobel (sic!) gebauten Fabrik bei Beuthen, die in 1870 einer Zerstörung unterlag, wonach der Nobel seine Anteile dem Guttmann angeboten hat. In 1934 hat sich die Lignose AG entschieden, Sprengstoffe für den Bergbau auf Basis von Ammonium und Salpeter  herzustellen.  Die Firma kehrte mit der Tochter nach Beuthen zurück und hatte in der gekauften Villa Baron ihre Verwaltungssitz.



Literaturverzeichnis, Links:

Bauarchiv der Stadtverwaltung Bytom, Ordner Nr. 2119