Rynek 4



Historische Adressen:

Ring 4 (Stadt 3)

Baujahr:

XIX w.

Architekt:

N.N.

Bauherr:

N.N.




Baubeschreibung:

Stilloses, 3-geschossiges Bürgerhaus mit Hinterhaus von der Nordseite. Das Grundstück umfasst auch ein Gebäude bei Bäckerstr. 2 (nach dem Krieg für kürze Zeit „Rzemieślnicza-Str”).



Ist-Stand:

Zerstört in 1945. Erhaltene Reste (jetzt verschüttet) von Renaissancekeller.



Sonstiges (Eigentümer, Umbauten usw.):

Umbauten:

1869 - Umbau der Schaufenster im Erdgeschoss (Bauausf.: Johann Kowollik)

1891 - Umbau des Erdgeschosses - drei Fenster - zu einem Schaufenster, gestützt aus Stahleisenpfeilern (Bauausf.: Johann Piontek)

1896 - Umbau der Eingangstreppe und Anbau eines Stockwerks (Bauausf.: Johann Piontek)

1911 - Umbau des ersten Stockwerks - drei Fenster - zu einem Schaufenster (Bauausf.: Franz Petzka)

1912 - Umbau der Ladenschaufenster (Bauausf.: Ernst Bienia)

1927 - Umbau der Ladenschaufenster  

 

Eigentümer:

Bis 1792 - Stefan Blaschkiewitz sen. (gest. 1792)

1792-1795 -Julianna Blaschkiewitz, geb. Mokrska (Witwe nach Stefan) und Stefan Blaschkiewitz jun. (gest. 1795)

1795-1800 - Julianna Blaschkiewitz geb. Mokrska und Józefa Kamińska geb. Blaschkiewitz (Schwester von Stefan jun.)

1800-1802 - Samson Józef Orzegow

1802-1805 - Joanna Beder (Witwe nach einem Rittmeister)

1805-1814 - Samuel Walter, Tuchmeister

1814-1850 - Marianna Forster geb. Loebel (gest. 1850)

1850-1851 - Samuel Forster (Mann von Marianne)

1851-1876 - Carl Knobloch (Dr. der Chemiewissenschaften – Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doctorwürde der Universität Freiburg/Breisgau. Zur Kenntnis des Orthocymol's und seiner Derivate, Drucken Lehmann, Freiburg 1887)

1876-1889 - Carl Knobloch’s Erben (Verwaltung: Auguste Knobloch) – Die Familie Knobloch hatte zahlreiche Grundstücke um die Bahnhof und Gymnasialstr., die sie in den 70- und 80-er Jahren des 19. Jhdt. verkaufte.

1889-1919 - Gebrüder Guttmann (Leopold und Leo Guttmann - Offene Handelsgesellschaft Gebr. Guttmann).

Simon (1847 - ) und Leopold (1848-1924) Guttmann, Söhne von Moses Guttmann und Gebrüder von Jakob Guttmann. Moses (1812-1891) war einer der angesehensten Stadtbürger, bekannt für sein Handelsgeschick und Bibelkenntnisse. Der Beuthener Rabbiner Max Kopfstein hat ihm ein Kapitel seiner Geschichte der Synagogen-Gemeinde in Beuthen O.-S, Beuthen 1891, gewidmet  http://www.sbc.org.pl/dlibra/docmetadata?id=295&from=pubstats  ).  Jakob Guttmann (1845-1919 http://www.ostdeutsche-biographie.de/guttja95.htm ) ist Verfasser von fundamentalen Büchern zu mittelalterlichen jüdischen Philosophie und zu ihrem Beitrag für christliche Theologie. Jakob Guttmann war liberaler Rabbiner von Breslau und Mitglied zahlreicher religiösen und wissenschaftlichen Verbände, davon Vorsitztender des Deutschen Rabbinerverbands. Leopold Guttmann war Stadtrat. Die Gebr. Guttmann waren auch Eigentümer der Häuser Ring 3 und Ring 8.

Ab 1919 - Stadtgemeinde Beuthen (Erwerb der Häuser am Ring 3 und 4 von den Gebrüdern Guttmann gegen 250 Tsd. RM)

 

Gewerbe / Firmen / Geschäftsschilder:

1880 - Joseph Kretschmer

1891-1898 – M.Spiegel (Inh. Bernhard Kober)

Um 1907 – "Herren u. Knaben Bekleidung" (Herren- und Knabengarderobe)

1904-1908 – Adolf Kreutzberger

1911-1913 – "Kleiderstoffe Brautausstattungen Kaufhaus" Josef Skowran

1924-1926 - Hermann Leipziger & Ing. Hans Basch - "Haus- u. Küchengeräte, Eisen- u. Stahlwarenhandlung"

Um 1934 – A. König



Literaturverzeichnis, Links:

Bauarchiv der Stadtverwaltung Bytom, Ordner Nr. 1479

Jedynak 1993

Drabina, 2001(a), S.14

Wójcik-Kühnel 2004, S. 39-46