Rynek 13

„Hotel zum Deutschen Hause / Kino Świt”



Historische Adressen:

Ring 13 (Stadt 17), Plac Inwalidów, Plac Poli Maciejewskiej

Baujahr:

koniec XIX wieku

Architekt:

N.N.

Bauherr:

N.N.




Baubeschreibung:

3-geschossiges Eckhaus (entlang der ganzen Synagogengasse) mit abgeschnittenen Ecken. Ursprünglich im eklektischen Stil mit einer Skulptur in der Fassadennische (am Ring). Nach dem Umbau (höchstwahrscheinlich in den 20-er Jahren des 20. Jhdt.) - stilloses Gebäude.



Ist-Stand:

Abgerissen in den 80-er Jahren des 20. Jhdt..



Sonstiges (Eigentümer, Umbauten usw.):

Eigentümer:

1848 - J. Brieger

1846 - Sielberfield

1860-1880 - Louis Karfunkelstein aus Berlin, Hoteleigentümer (seit den 70-er Jahren des 19. Jhdt. war Emanuel Lomnitz Hotelleiter)

1904/6 - Hugo Weiss, Hotelier

1910 - Carl Ulbrich, Zahnarzt aus Neiße

1913 - Anna Ulbrich, Witwe

1920-1937 - Emanuel Pinczower, Kaufmann, Lederhandlung (verkaufte auch Tuchwaren, Linoleum und Polsterwaren), ab 1900 bis 1903 Eigentümer des Hauses bei Krakauerstr. Nr. 8, danach Lager am Ring Nr. 20 im Hof.

Das Unternehmen wurde in 1938 arisiert.

 

Kino:

1911 – Einrichtung des Kinos „Thalia“ (Inh. Paul und Emilie Langer) nach dem Entwurf von Johann Jurettko.

1912 - Eröffnung der „Thalia”-Lichtspiele (nach dem 1. Weltkrieg weiter im  benachbarten Haus an der Ritterstr. 1)

1918 - Neuer Kinoeigentümer - Paul Laske und Namensänderung („Residenz-Theater”)

1922 - Kinoumbau – 400 Sitzplätze.

1924 – Erweiterung zu 448 Sitzplätzen und Namensänderung in „Schauburg” (Leiter: Oskar Saklikower, Inh. Adolf Stern und seiner Fa. „Kammer-Lichtspiele”, die in Beuthen bereits das „Intimes-Theater” an der Gerichtsstr. und die „Kammerlichtspiele” an der Bahnhofstr. führte).

Oskar Saklikower – kurz vor und nach dem 2. Weltkrieg taucht sein Namen in Sao Paulo in Brasilien. Mit dem späteren Kinobesitzer, dem UFA-Konzern waren Rudolf Saklikower (Drehbuchautor und Regisseur) sowie Herrmann Saklikower, Vorstandsmitglied von UFA. Die UFA hat die Fa, „Kammer-Lichtspiele” von Adolf Stern (und seinen Gesellschaftern, davon von Eric Pommer, dem deutschen Filmproduzent  - u.a. „Metropolis" und "Blauer Engel " - http://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Pommer )  abgekauft.

1928 - Kino „Schauburg” wird ein Teil des UFA-Konzerns mit Sitz in Berlin.

1932 – Zum Eigentümer wird die Schauburg GmbH, gegründet von Wegner und Schnurpheil, die bauliche Änderungen nach dem Entwurf von Lothar Kuntze vorgenommen hat.

1935 – Veräußerung des Kinos „Schauburg”  an die Beuthener-Lichtspiele GmbH mit Sitz an der Dyngosstr. 39

Nach 1945 – Neue Kinobezeichnung („Świt”), nationalisiert nach der Verordnung des Ministers für Kultur und Kunst vom 28. Juni 1948.



Literaturverzeichnis, Links:

Bauarchiv der Stadtverwaltung Bytom, Ordner Nr. 1486

Kaganiec 2012, S. 183, 184, 222

Nadolski 2012, S. 98